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Olympos ist eine antike Ruinenstadt am
südlichen Ende der Bucht von Cirali. Die Hafenstadt wurde im 2.
Jahrhundert v. Chr. gegründet und war bis zum 4. Jahrhundert nach Chr.
bewohnt. Olympos war bedeutendes Mitglied des Lykischen Bundes. Zu
Anfang des 1. Jahrhunderts v. Chr. wurde die Stadt - wie auch die
Nachbarstadt Phaselis - von Piraten eingenommen. Nachdem diese dem römischen
Imperium längere Zeit Probleme bereiteten, wurden sie 76 v.Chr. von
Publius Servilius Vatia
endgültig geschlagen.
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Das Tal mit seinen verborgenen Ruinen ist nicht
zuletzt
auch wegen seiner landschaftlich ausgesprochen reizvollen Lage eine ausgiebige
Besichtigung wert. Olympos erstreckt sich
direkt vom Meer in einen Talkessel zwischen den Steilwänden des
langezogenen Omurga-Bergrückens und des Musadagi entlang der Ufer des
kühlen Baches Akdere. Die Ruinen liegen versteckt im dichten Mischwald
aus Pinien, Kiefern, Platanen, Lorbeer und Oleander. Obwohl die Wege zu
den bedeutendsten Bauten von Olympos freigelegt wurden, fühlt man sich
im dichten, nach verschiedensten Gewürzen riechenden Wald wie auf einer Entdeckungstour. Den
Hinterlassenschaften der Ziegen folgend (leider auch mancher
Wasserflasche und Plastiktüte von Touristen) gelangt man von einer
altertümlichen Mauer zur nächsten Nekropole (Friedhof). In Olympos
findet man die stark verfallenen Ruinen eines Theaters, einer
byzantinischen Basilika, einer Brücke, einer Hafenmauer und eines
Friedhofes mit vielen für Lykien typischen Sarkophagen. Bislang fanden
hier noch keine groß angelegten Ausgrabungen statt.
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Olympos (Türkei) hatte in seiner Geschichte verschiedene Namen: z.B. Korykos und
in jüngster Zeit Deliktas, was soviel bedeutet wie "durchlöcherter
Stein". Dieser Name soll seinen Ursprung in dem natürlichen Felstor
haben, das sich direkt am Strand von Olympos befindet. Dieses Felstor
mussten einstmals die Einheimischen mit ihren Kamelen passieren, um von
Cirali nach Olympos zu gelangen. Wegen der Verlandung kann man
heutzutage hier nur noch ein kleines Felsfenster entdecken.
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Es ist zu empfehlen, Olympos entweder vormittags noch vor 11 Uhr,
oder am späten Nachmittag nach 17 Uhr zu erkunden. Abgesehen davon, daß es
in der Mittagshitze in den Sommermonaten ohnehin kaum erträglich ist, werden
nämlich seit einigen Jahren häufig Ausflugsfahrten nach
Olympos sowohl zu Lande als auch über das Meer für Touristen aus den großen
Urlaubszentren Antalya und Kemer veranstaltet. Unser Tipp:
Besichtigt man den Ort an einem Tag mit stärkerem Seegang, dann können die Ausflugsboote der grossen Hotels nicht im
natürlichen Hafen von Olympos anlegen und es ist deutlich weniger los!
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Mythologie um Olympos (Türkei)
- Chimäre und Yanartas
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Wie lange die vom Erdgas
gespeisten Flammen von Yanartas (= brennender Stein) schon züngeln, läßt
sich schwer sagen. Bereits Homer ließ sich nämlich von diesem
Schauspiel der Natur inspirieren und dachte sich dazu in seinem Werk
'Ilias' eine nette Geschichte aus. Danach wurde diese Gegend von
einem merkwürdigen Ungeheuer terrorisiert, das eine Mischung aus Löwe, Ziege
(Hilfe!!!) und Schlange war. Normalerweise würde ein derart
verkrüppeltes Wesen, sofern es überhaupt seine Geburt überlebte, kein Bein vors
andere setzen können, geschweige denn eine Gefahr darstellen. So eine
Laune der Natur wäre heutzutage bestimmt die Attraktion schlechthin,
doch diesem Haudrauf von einem König namens Jobates viel nichts besseres
ein, als den lykischen Helden Bellerophon zu beauftragen, der
Chimäre den Garaus zu machen. Bekanntlich ließen es sich die griechischen
Götter nicht nehmen, immer wieder in irdische Angelegenheiten reinzupfuschen und
so wurde Bellerophon von Athene oder Poseidon - die Story ist hier etwas unklar
- mit Pegasus ausgerüstet. Durch dieses geflügelte Pferd konnte der Held
ungefährdet aus der Luft zuschlagen, weshalb die mißgebildete Kreatur keine
faire Chance hatte. König Jobates war nach der Bluttat von diesem Auftragskiller so
angetan, daß er ihm als Lohn die eigene Tochter zur Frau schenkte. Ob's ihr
wirklich recht
war, sei dahin gestellt, vielleicht wollte sie ja auch mal schön reiten -
ein Pferd mit Flügeln hat schließlich nicht jeder. Eigentlich hätte es bei dem Handel später doch noch
Reklamationen geben müssen, denn wie man an den heute noch bestehenden Flammen
sieht, hätte Jobates durchaus annehmen können, daß Bellerophon seinen Auftrag
etwas schlampig ausgeführt
hat...
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