Kemer-Reiseführer wissen über diesen mittlerweile recht
bekannten Urlaubsort etwa 50 km südlich von Antalya einmütig zu berichten, daß
hier früher einmal ein kleines Fischerdorf mit einem netten kleinen Hafen
war. In der Tat war's das mal, aber in den letzten zwei Jahrzehnten ist einiges
passiert. In Kemer und den umliegenden (ehemaligen) Dörfern der Region, Beldibi,
Tekirova, Camyuva usw. dominieren riesige Hotelkomplexe exclusive Ferienanlagen
und - volle Strände das Bild. Die Tourismusindustrie hat hier ganze Arbeit
geleistet! An die ursprüngliche Idylle erinnert heute kaum noch etwas.
Erstaunlich ist dabei, daß der Ausbau dieses Küstenabschnitts unter dem Titel
'sanfter Tourismus' erfolgte.
Mit Pauschalangeboten lockt man jährlich
hundertausende sonnenhungriger Urlauber an die
türkische
Riviera. Besonders billig sind die Angebote häufig jedoch nur außerhalb
jeder Saison - also November bis März. Gerade solche Angebote sind
allerdings mit Vorsicht zu genießen. So mancher Billigurlauber weiß zu
berichten, bereits am
Flughafen Antalya noch vor dem Transfer zum Hotel von einem Bediensteten mit der
Aufforderung empfangen worden zu sein, man müsse jetzt erstmal in bar 100 Euro oder
auch mehr für die Halbpension bezahlen. Viele Pauschalurlauber
lassen sich in der Situation überrumpeln und zahlen brav, was dann
natürlich den vermeintlich supergünstigen Billig-Urlaub um einiges
verteuert. Ein anderer beliebter Trick bei Biligangeboten ist die
Verpflichtung der Teilnehmer zu diversen sogenannten Ausflugsfahrten
mit Besuchen "heimischer Basars" oder ähnlichem. Nicht
selten wird man dabei ziemlich
penetrant animiert, bei Teppichhändlern, Schmuckgeschäften oder
Souvenierläden mit in der Regel überteuerten Angeboten sein Geld
abzuliefern. Wer sich den Urlaub damit nicht runieren will, kann sich
allerdings von dieser Pflicht freikaufen - das war's dann mit billig!
Urlauber, die sich hauptsächlich am Strand braten, abends in
der Disco toben oder an der Hotelbar sich "die Kanne geben"
wollen,
werden von Kemer sicher nicht enttäuscht sein. Insbesondere im Sommer, aber auch
im Frühjahr und Herbst gibt es
reichlich Sonne, warmes (Meer)Wasser und jede Menge Gleichgesinnter, also genau
das, was ein erheblicher Teil der Pauschalurlauber sucht. Kein Zweifel, auch sonst ist das
Freizeitangebot in den verschiedenen Clubs ziemlich umfangreich:
u.a. Reiten, Tauchen, Segeln oder Jeep-Safaris sind für viele Urlauber
durchaus sehr reizvolle Ferienaktivitäten - das Gefühl, Teil einer Massenveranstaltung zu sein,
wird wohl die meisten Urlauber nicht stören.
Wer nicht von Betonburgen und Freizeitparks und den dort
wurlenden Menschenmengen umgeben seinen Urlaub verbringen will, muß jedoch nur
ca. 30 km weiter fahren. Cirali ist immer noch das, was Kemer vielleicht früher
einmal war. Hier gibt es die typische Charakteristik der Türkei noch, die man in
vielen modernen Ferienzentren vergeblich sucht. Zudem kann man erleben, was
sanfter Tourismus wirklich bedeutet: Weit und breit keine riesigen Hotels,
kein nerviger Disco- oder Verkerslärm. Umgeben von einer traumhaften Kulisse
findet man hier einen der schönsten Strände, die das Mittelmeer
zu bieten hat. Wer also
ein Billigstkomplettangebot gebucht hat, das zu manchen Zeiten
durchaus nicht teurer sein muß als ein "Nurflug" nach Antalya, sollte
ruhig einmal einen Ausflug nach Cirali wagen. So mancher
Pauschalurlauber ist auf diesem Weg schon zu seinem neuen Urlaubsziel
gekommen - und dabei geblieben. Die Ferienregion Kemer hat eben
durchaus auch dem Türkei- und Naturliebhaber etwas zu bieten! Das
umfangreichste Programm für einen Alternativ-Urlaub und die besten
Informationen zu Cirali und Umgebung erhält man übrigens bei
seb-tours.
Aktiv-Urlaub in Kemer:
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