Die Lykische Küste...
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ist der Küstenabschnitt des Mittelmeers zwischen
Antalya im Osten und Fethiye im Westen. Zieht man eine gerade Linie
zwischen den beiden Städten, ergibt sich in etwa die Nordgrenze des antiken
Lykiens. In der Türkei wird die Bezeichnung
Lykien für diese Halbinsel im Südwesten Kleinasiens offiziell übrigens
nicht verwendet - der größte Teil der Region gehört heute zur Provinz Antalya
und zu einem kleineren Teil zur Provinz Mugla. "Wiederentdeckt" wurde der
Begriff Lykien in erster Linie von der Tourismusbranche. Viele Reisekataloge
werben damit insbesondere für die Gegend um Kas, Kalkan und Kekova, aber
auch für den Abschnitt der Küste, der südwestlich von Antalya liegt, also
Beldibi, Kemer, Tekirova, Cirali, Olympos und Adrasan. Traumhafte Strände
und Buchten und viele kleinere Orte mit ihren Häfen und vorgelagerten Inseln
prägen das heutige Bild der lykischen Küste. Andererseits gibt es aber auch
mit riesigen Hotels brutal verbaute Abschnitte, besonders zwischen Kemer
und Antalya.
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...Geschichte auf Schritt und Tritt
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Viele Fragen zur Geschichte der alten Lykier sind bis heute noch ungeklärt,
denn vom historischen Lykien sind hauptsächlich Ruinen übriggeblieben. Man
weiß jedoch, daß die Lykier ein Volk mit hoch entwickelter Kultur und eigener
Schrift waren. Sie konnten trotz verschiedener Herrscher (Perser, Griechen,
Römer) durch geschicktes Taktieren und Verhandeln ihre Eigenständigkeit
lange Zeit weitgehend bewahren. An den vielen im ganzen Land verstreuten
steinernen Sarkophagen, den zahllosen Felsengräbern und weitläufigen Nekropolen
erkennt man die große Rolle des Totenkults bei den Lykiern. Auf seinem Kriegszug
durch Kleinasien marschierte Alexander der Große mit seinem Heer auch durch
Lykien. Die Herrschaft der Perser über dieses Gebiet wurde dabei in blutigen
Schlachten beendet. Der griechische Einfluß ist besonders an den vielen
Grabdenkmälern aus dem 4. Jh. v. Chr. zu entdecken. Theater, Thermen und
Nekropolen sind wiederum Zeugnisse für die Epoche römischer Vorherrschaft
über Lykien. Einige Zeit wurde ein Teil der Küste auch von Zeitgenossen
beherrscht, die schon frühzeitig erkannt hatten, daß eigene Arbeit andere
reich macht, jedoch nicht selbst. Ihre Konsequenz, daß man auch reich wird,
wenn man Reiche überfällt und ausplündert, hat insbesondere dem Römischen
Imperium längere Zeit zu schaffen gemacht. Letzten Endes mußten die kilikischen
Piraten jedoch "einsehen", daß sich Verbrechen (manchmal zumindest) nicht
auszahlt...
Entlang der lykischen Küste finden sich eine ganze Reihe sehenswerter,
antiker Orte aus verschiedenen historischen Epochen: Antiphellos, Kadyanda,
Letoon, Myra, Patara, Phaselis oder Xanthos sind nur die bekanntesten
von vielen weiteren.
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Der Lykien Wanderweg, immer die lykische Küste entlang
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"Er führt mitten durch Lykien, der antike Lykische Weg, auf dem vor
einigen tausend Jahren noch die Kamelkarawanen zogen, vollbepackt mit Handelsgütern"...
oh je, so stehts bei antalya.de! - Ob der verantwortliche Autor dieses
Portals schon mal einen Blick auf eine
Karte mit dem
Verlauf des lykischen Weges geworfen hat oder gar ein paar Kilometer
darauf gewandert ist? Um es kurz richtig zu stellen: er führt nicht
mitten durch Lykien sondern ziemlich genau die Küste entlang und auch die
Beschreibung als historischer Handelsweg ist eine mehr als kühne Behauptung.
Man kann natürlich vollbepackte Kamele dem Küstenverlauf entsprechend
auf und ab scheuchen, zwischendurch den Tahtali hochjagen und wieder runterstolpern
lassen - aber so dumm war man damals sicher nicht! Den Seeweg hatte man
nämlich auch schon zu Zeiten Lykiens für den Transport der damaligen Reichtümer
genutzt und dafür auch eine ganze Reihe von Häfen entlang der Küste gebaut.
Für den Likya Yolu (in der deutschen Übersetzung von Kate Clows Buch
heißt er: "Der Lykische Pfad") gibt es keinen wirklich historischen
Hintergrund, seine "Geschichte" beginnt sehr nahe in unserer Gegenwart.
In den neunziger Jahren ergriff Kate Clow die Initiative, einen zusammenhängenden
Wanderweg auf der Tekke-Halbinsel zu schaffen. Authorisiert durch das Ministerium
für Tourismus und Kultur, sponsoriert von der Garanti Bank und unterstützt
durch das fleißige Mitwirken vieler Helfer bei der Weg-Erkundung und dem
Anbringen der Markierungen, konnte schließlich 1999 der "Lycian Way" als
erster Weitwanderweg
der Türkei eröffnet werden. Laut Sunday Times zählt er zu den 10 schönsten
Weitwanderwegen der Welt. Kein Wunder, durchquert er doch eine der
schönsten Landschaften der Erde. Jeder, der den zumeist die malerische Küste
entlangführenden Weg ganz oder auch teilweise zurücklegt, wird von der abwechslungsreichen,
landschaftlichen Schönheit und den zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten
Lykiens fasziniert sein. Den Wanderweg in einem Stück oder gar in Rekordzeit
"runterzureißen", ist absolut kein "Muß". Im Gegenteil -
Genußwandern und Kulturwandern
sind angesagt, und keine Gegend dieser Welt bietet hierfür bessere Voraussetzungen
als die lykische Halbinsel...
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